Couchsurfing

Couchsurfing

Beim Couchsurfing wird, entgegen dem Namen, nicht auf der Couch gesurft. Es geht darum, kostenlos bei gastfreundlichen Leuten zu Hause zu übernachten. Durch Online-Portale wie „Couchsurfing“, „BeWelcome“ oder „Hospitality Club“ können die Nutzer miteinander in Kontakt treten. Hier kann man einfach nur Erfahrungen mit anderen Reiselustigen austauschen, um eine Übernachtung bitten, anderen eine Übernachtung anbieten, sich auf ein Glas Bier verabreden oder auch nur in Community-Gruppen Fragen zu lokalen Gegebenheiten stellen.

Den typischen Couchsurfer gibt es nicht

Unter einem typischen Couchsurfer stellt man sich wahrscheinlich einen langhaarigen, ungewaschenen Weltenbummler mit abgenutztem Trekking-Rucksack auf dem Rücken vor. Einen Trekking-Rucksack hat der ein oder andere von ihnen schon, allerdings nur, weil es sich damit bequem reisen lässt. Ansonsten kann nämlich jeder zum Couchsurfer werden.

Die moderne Gastfreundschaft

Wagt man den wilden Ritt auf der Sofawelle, lernt man unglaublich viele unterschiedliche Menschen in ihrem ganz persönlichen Lebensumfeld kennen. Hierzu zählen Familien mit Kindern, Studenten, Punker, aber auch Professoren, Banker, hochrangige Manager mit eigenem Pool, Landwirte und ganz normale Leute in einfachen Verhältnissen. Einige stellen dir lediglich ihre Couch zum Schlafen zur Verfügung, andere nehmen sich wiederum viel Zeit für dich, zeigen dir ihre Stadt und nehmen dich mit zu ihren Freunden. Du fühlst dich nicht wie ein Tourist, sondern lebst vor Ort wie ein Einheimischer.

Die Angst vor dem Unbekannten

Es gab in der Vergangenheit immer wieder Gerüchte über Vorfälle wie Diebstahl und Vergewaltigung beim Couchsurfen. Diese haben sich in den häufigsten Fällen jedoch als unwahr herausgestellt. Die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat beim Couchsurfen zu werden, ist nicht größer als woanders. Damit man möglichen Gefahrenquellen bereits im Vorfeld aus dem Weg geht, empfehlt es sich, ein paar wichtige Hinweise zu beachten.

Werde selbst zum Couchsurfer - hier entlang!

von Patrica Zernik

 

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Backpacker

Backpacker – Die Wahrheit

Es war wahnsinnig spannend und aufregend, einfach eine perfekte Reise, auf der man unglaubliche Erlebnisse gesammelt und viele tolle Fotos geschossen hat ... Wirklich? Nein!!! Backpacking durch ein fremdes Land ist ganz klar ein großes Highlight für viele Reisende und man erfährt einzigartige Erlebnisse. Was du allerdings wissen solltest ist, dass eine solche Reise nicht nur großartig und wunderbar, sondern vor allem auch sehr nervenaufreibend sein kann. Was du über das Reisen als Backpacker wissen musst!

1. Du verbringst viel Zeit im Auto, im Bus, in der Bahn oder im Flugzeug.

Mit dem Auto bist du zwar sehr flexibel und unabhängig, jedoch wird es mit der Zeit ziemlich unbequem. Es bietet sich daher eher bei Roadtrips in Mittel- und Südeuropa an, da man hier eine kürzere Anreise hat und viele schöne Zwischenstopps machen kann. Etwas komfortabler ist es stattdessen mit dem Bus. Jedoch nur, wenn du auch Glück hast und der Bus nicht voll besetzt ist. In Südostasien und Lateinamerika ist es nämlich üblich, dass auch der Mittelgang mit Menschen und ihrem Gepäck vollgestopft ist. Für Kurz- und Mittelstrecken kannst du also auch einfach in einen Zug steigen. Es gibt verschiedene Nachtzüge in Osteuropa, die das Reisen durch ihre sehr preisgünstigen Angebote für Backpacker attraktiv machen. Weiterhin kann man auch in Ländern wie Portugal kostengünstig mit dem Zug das Land erkunden. Das Flugzeug bietet sich vor allem für Reiseziele an, die weit entfernt liegen. Aufgrund von Billigflug-Anbietern werden inzwischen allerdings auch immer häufiger Kurzstrecken mit dem Flugzeug angeflogen.

2. Müdigkeit ist ein permanenter Begleiter auf deinen Reisen.

Du ziehst von einem Ort zum anderen, verbringst viel Zeit in jeglichen Verkehrsmitteln, schläfst ständig in einem anderen Bett und hast eventuell sogar mit einem Jetlag zu kämpfen. Es gibt viele verschiedene Gründe, weshalb du zu wenig Schlaf bekommst. Ohrstöpsel, Schlafmaske, ein heimisches Kissen oder auch die richtige Musik können dir zumindest dabei helfen, in den unregelmäßigen Schlafphasen entspannt zur Ruhe zu kommen.

3. Die meiste Zeit deiner Reise wirst du mit Warten verbringen.

Abgesehen von der reinen Fahrt- und Flugzeit, stehen dir vor allem am Flughafen, am Bahn- und Busbahnhof und beim Check-in im Hotel lange Wartezeiten bevor. In Deutschland ist man es zwar gewohnt, dass der Fernbus oder die Züge der Deutschen Bahn mit einer leichten Verspätung eintrudeln. So etwas wird in Ländern wie Südostasien allerdings zur Nebensache. Hier wirst du dich damit begnügen müssen, dass überhaupt etwas kommt und du deine Reise fortsetzen kannst. In anderen Ländern nimmt man es nicht immer so genau mit der Pünktlichkeit. Es kann ebenfalls vorkommen, dass dein Zug mehrere Stunden ohne ersichtlichen Grund im Nirgendwo hält. Du wirst also häufiger in eine Wartesituation kommen. Aus diesem Grund solltest Du immer ein Buch oder dein Tablet dabei haben, damit du die Zeit sinnvoll nutzen kannst.

4. Als Backpacker buchst du kein Luxushotel.

Möchtest du als Backpacker nicht viel Geld ausgeben, musst du manchmal Abstriche bei der Sauberkeit deiner Hostels und Gästehäuser machen. Feuchte Wände und bröckelnder Putz sind hierbei die kleinsten Probleme. Es gibt Unterkünfte, die vollkommen verkeimt sind und Betten, die voller Ungeziefer sind. Auch die Lautstärke in manchen Hostels kann bei den eh schon unzureichenden Schlafphasen richtig nerven. Auch wenn es schon spät ist und du schnellstmöglich ins Bett möchtest, ist es sinnvoll, sich noch kurzfristig Bewertungen im Internet durchzulesen, damit du nicht aus Versehen mit Bettwanzen schläfst oder in ein Partyhotel eincheckst. Anderenfalls kannst du aber auch als Couchsurfer auf die Gastfreundlichkeit eines Gleichgesinnten hoffen.

5. Lass' dich nicht abschrecken.

Deine besten Reiseerlebnisse liegen noch vor dir.

 

von Patrica Zernik

LCC Abenteuer Lounge

LCC Abenteuer Lounge – Erkunden Sie mit uns die Welt!

In der multivisuellen Erlebnisreihe der LCC Abenteuer Lounge holen die Ruhr Nachrichten in Kooperation mit dem HCC Dortmund regelmäßig die Welt nach Dortmund und das Abenteuer auf die Leinwand. Hier erzählen Extremsportler, Journalisten und Abenteurer wie Thomas Großerichter, Dirk Rohrbach und Fabian Sixtus Körner und vielen weiteren von ihren Abenteuern und Erfahrungen rund um den Globus. Das Publikum erwartet immer wieder spannende Geschichten von faszinierenden Menschen mit ihren eindrucksvollen Erlebnissen. Auf einer großen Leinwand werden diese Geschichten durch beeindruckende Foto- und Videoaufnahmen untermalt.

29.019 Kilometer auf dem Fahrrad

Am 30. September 2013 startete die LCC Abenteuer Lounge mit Thomas Großerichter. Der Extremsportler erzählte seinem Publikum, wie er genau 29.019 Kilometer innerhalb von 105 Tagen mit dem Fahrrad zurückgelegt und damit den Globus einmal vollständig umrundet hatte. Dazu sei kein hochmodernes Fahrrad, sondern lediglich die richtige mentale Einstellung, ein unbändiger Wille und die passende Versorgung durch seine Freunde von Nöten gewesen.

FOTO: Thomas Großerichter

„Auf den Spuren der Sioux“

Am 25. November 2013 war der Journalist, Autor und Fotograf Dirk Rohrbach zu Gast in der LCC Abenteuer Lounge und hielt einen Vortrag über das Leben der Sioux-Indianer in den USA. Er nahm das Publikum mit auf eine Reise zu den Nachfahren der berühmten Indianer-Häuptlinge Crazy Horse und Sitting Bull – Menschen voller Tradition, Stolz und Hoffnung. Er brachte die faszinierenden Impressionen auf die Leinwand, die er auf seinen vielen Reisen durch den mittleren Westen der USA gesammelt hatte.

FOTO: Dirk Rohrbach

Ohne Geld um die Welt

Am 16. Dezember 2013 kam der Designer Fabian Sixtus Körner zu Besuch in die LCC Abenteuer Lounge. Er brach kurz nach seinem Design- und Architekturstudium mit nur 255 Euro auf dem Konto zu einer Weltreise auf, bei der er lediglich für Kost und Logis arbeitete. Sein Verlangen zu reisen war einfach größer als seine Angst, zu versagen. Erlebt hat er viel: Hahnenkämpfe in Santo Domingo, Modelwettbewerbe in Malaysia und vieles mehr. Er berichtete von den Herausforderungen und kulturellen Unterschieden, mit denen er an den verschiedensten Stationen seiner Reise konfrontiert war.

Foto: Fabian Sixtus Körner

„Unterwegs mit wilden Kerlen“

Am 20. Januar 2014 besuchte Journalistin Birgit Lutz die Reihe der LCC Abenteuer Lounge, um ihr Buch „Unterwegs mit wilden Kerlen“ vorzustellen und um von ihren Erfahrungen im Eis zu berichten. Birgit Lutz hat mittlerweile 30 Reisen in die Arktis, sechs in die Antarktis und 15 zum Nordpol unternommen. Sie ist die einzige Deutsche, die achtmal am Nordpol war. In ihrem Vortrag berichtete sie von Eis und Kälte, engen Zelten, mutigen Eis-Piloten und von der Faszination der Arktis.

FOTO: Birgit Lutz

„Am Ende der Eiszeit“

Am 24. Februar 2014 stellte Fernsehjournalist Klaus Scherer nicht nur sein Buch „Am Ende der Eiszeit“ in der LCC Abenteuer Lounge vor, sondern erzählte gleichwohl Geschichten vom Wandel der Eis-Welt und vom Leben der Menschen zwischen Tradition und Zeitenwende. Er berichtete von Erlebnissen auf seiner Reise von Grönland nach Island, Russland und Alaska. Die Landschaft der Arktis habe sich durch den Klimawandel verändert, aber auch die Menschen, wie Scherer während seiner Reise in der Arktis erfuhr. Die Menschen sind optimistisch. Sie warten nicht auf eine Lösung des Klimagipfels, sondern passen sich an und sind auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet.

FOTO: NDR

Europa auf dem Wasser

Am 05. Mai 2014 berichtete Andreas Gabriel in der LCC Abenteuer Lounge von seiner ganz eigenen Bootstour. Er hat Europa umrundet und dabei 16 Länder in drei Jahren bereist. Ohne Geld und mit einem selbstgebauten Boot hat er rund 16.000 Kilometer auf dem Wasser zurückgelegt. Grund dafür war 2006 das Versagen seines Körpers. Seinen eigenen Betrieb musste er daraufhin nach elf Jahren schließen. Die Idee für seine Reise entstand aus einer Leidenschaft und sollte dabei helfen, sich selbst neu zu finden.

Tierisches Leinwanderlebnis

Am 24. November 2014 war Abenteurer und Fotojournalist Dirk Bleyer mit seinem Programm „Südafrika – von Kapstadt zum Krügerpark“ in der LCC Abenteuer Lounge zu sehen. Er war monatelang in Südafrika unterwegs und hat all seine Eindrücke in beeindruckenden Bildern und Videos festgehalten, die er mit einer eigens für den Vortrag komponierten Musik dem Publikum präsentierte. Dirk Bleyer berichtete auch von der Gastfreundlichkeit der Menschen, einzigartigen Erlebnissen mit Löwen und Elefanten und von dem Herzklopfen, das ihn so oft auf seinen Reisen begleitete.

FOTO: Dirk Bleyer

„Highway Junkie – Mitten durch Amerika“

Am 15. Januar 2015 war Dirk Rohrbach zum wiederholten Male zu Gast in der LCC Abenteuer Lounge. Er berichtete von seiner abenteuerlichen Tour mit dem Fahrrad durch die weiten Landschaften Amerikas. Immer auf der Suche nach spannenden Geschichten und außergewöhnlichen Menschen, durchquerte er den Kontinent auf seinen legendären Highways vom Atlantik bis zum Pazifik. Sein authentischer Vortrag vom „Leben unterwegs“ machte große Lust, selbst die Taschen zu packen und dem Ungewissen entgegen zu fahren.

FOTO: Dirk Rohrbach

Das goldene Land

Am 13. April 2015 war auch der Fotograf und Abenteurer Dirk Bleyer erneut zu Gast in der LCC Abenteuer Lounge. Mit eindrucksvollen Fotografien porträtierte er den wundersamen Glanz und die „einfachen“ Menschen Burmas (Myanamar). Die Aufnahmen und Eindrücke von seinen Reisen formten sich zu einem bewegenden und sinnlichen Gesamtbild. Der kleine Staat Burma leuchtet mit seinen unzähligen, goldüberzogenen Buddhastatuen, Pagoden und Tempeldächern wie ein Märchenreich. Es liegt ein geheimnisvoller Zauber über diesem Land, welcher in herausragender Qualität von Bleyer wiedergegeben wurde.

FOTO: Dirk Bleyer

„Abenteuer Floßfahrt“

Am 28. September 2015 hielt Jürgen Schütte einen spannenden Diavortrag über seine Reise auf dem Floß in der LCC Abenteuer Lounge. Gemeinsam mit Ulrich Göbel und Schäferhund Marlo legte er über 1200 km auf einem selbstgebauten Floß auf der Elbe zurück. Während dieser fast drei Monate langen Reise lebten sie in einer nur drei qm großen Kajüte. Jürgen Schütte berichtete von gemeinsamen Erlebnissen, wunderschönen Landschaften, kleinen Ortschaften, aber auch Großstädten wie Dresden und Hamburg sowie von der Begegnung mit riesigen Ozeandampfern, welche im Nord-Ostsee-Kanal nur wenigen Meter entfernt an ihrem Floß vorbeigefahren sind.

FOTO: Jürgen Schütte

von Patrica Zernik