Werde selbst zum Couchsurfer

Den typischen Couchsurfer gibt es nicht. Es kann jeder zum Couchsurfer werden, auch du. Hierzu musst du dich zunächst in einem Online-Portal wie „Couchsurfing“, „BeWelcome“ oder „Hospitality Club“ registrieren und dein eigenes Profil erstellen. Diese Portale bilden die Basis zur Verknüpfung ihrer Mitglieder zu einen globalen Gemeinschaft von Reisenden.

Damit du in einer solchen Gemeinschaft viele Leute und neue Freunde kennenlernst, sollest du dein Profil vollständig ausfüllen und aussagekräftige Fotos von dir, deinen Freunden und gegebenenfalls auch deiner Wohnung oder deinem Haus hochladen. Ein vollständiges Profil ist der beste Weg, um mit anderen in Kontakt zu treten, egal ob du verreisen, Couchsurfing-Treffen besuchen oder Gäste beherbergen möchtest.In deinem Profil kannst du allgemeine Angaben machen, wie z.B. zu deinem Wohnort, Alter, Geschlecht, Beruf, deiner Ausbildung, deinen Sprachkenntnissen und auch den Ländern, die du bisher bereist hast. Du kannst Erfahrungsberichte von deinen bisherigen Reisen preisgeben oder von besonderen Erlebnisse aus deinem Leben erzählen. Ebenfalls kannst du etwas über deine Interessen und Charaktereigenschaften, deinen Musik- und Filmgeschmack oder auch deine Lieblingsbücher in dein Profil schreiben. Sei dabei immer ehrlich. Viele Couchsurfer sind kommunikativ und aufgeschlossen, sie genießen die Gesellschaft anderer und möchten die Menschen kennenlernen, mit denen sie zutun haben.

In den Profilen sucht man daher häufig nach möglichem Gesprächsstoff und Gemeinsamkeiten. Spätestens wenn ihr zusammensitzt und euch nichts zu erzählen habt, fällt der Schwindel auf. Es macht sich weiterhin sehr gut in deinem Profil, wenn du anderen Mitgliedern erklärst, weshalb du Couchsurfing nutzt. Möchtest du bloß das Geld für ein Hotel oder Hostel sparen, bist du damit zwar nicht alleine, allerdings ist es unter vielen Nutzern nicht gern gesehen. Erzähle in deinem Profil, was du von anderen Couchsurfern erfahren oder lernen möchtest beziehungsweise erzähle auch, was du mit ihnen teilen oder ihnen beibringen kannst.Möchtest du auch Couchsurfer bei dir Zuhause aufnehmen, solltest du zusätzlich auch Angaben zu deiner Wohnsituation machen. Wenn du kleine Kinder hast, macht es Sinn, das in dein Profil zu schreiben, damit sich deine Gäste frühe Bettzeiten einstellen können. Auch deine Tiere solltest du im Profil erwähnen, damit deine Gäste keine unerwarteten allergischen Reaktionen bekommen. Weiterhin sind Informationen zu dem Stadtteil, in dem du wohnst, und den Verkehrsanbindungen von Vorteil. Ebenfalls kannst du auch die Schlafsituation für deine zukünftigen Gäste beschreiben. Gibt es ein separates Zimmer mit Gästebett, ein gemütliches Wohnzimmer mit Couch oder müssen deine Gäste eventuell sogar bei dir mit im Bett schlafen? Natürlich musst du niemanden bei dir aufnehmen, den du nicht auch bei dir aufnehmen möchtest. Es ist dein Heim und daher bestimmst du hier die Regeln. Hierzu kannst du auch festlegen, wie viele Gäste du maximal bei dir aufnehmen möchtest, ob du vorzugsweise nur Frauen oder nur Männer bei dir aufnehmen möchtest, ob dein Zuhause geeignet für Kinder oder Tiere ist und unter anderem auch, ob man bei dir Zuhause rauchen darf.Ist dein Profil vollständig, kannst du loslegen. Du kannst eine öffentliche Suchanfrage an alle Mitglieder der Community stellen oder gezielt nach Gastgebern suchen. Deine Suchergebnisse kannst du dabei nach Sprachkenntnissen, Altersgruppen, Geschlecht und anderen Parametern filtern. Lies dir zu allererst das Profil deines potentiellen Gastgebers genau durch. Ist es umfangreich, „mit viel Liebe“ erstellt und sind die Informationen schlüssig, ist das schon ein erstes positives Zeichen. Die meistens Nutzer haben Fotos hochgeladen, um anderen ein Bild von sich zu geben. Die Person sollte dir auf Anhieb sympathisch sein. Sind auch Bilder von der Wohnung vorhanden, dürfen sie dich natürlich nicht abschrecken, doch du darfst auch nicht immer ein Luxus-Appartment erwarten. Weiterhin werden die meisten Mitglieder von früheren Gästen, Gastgebern, Freunden und Bekannten beschrieben und bewertet. Lies dir diese Bewertungen genau durch, um einen objektiven Eindruck von der Person zu bekommen, bei der du unter Umständen übernachten wirst. Vertraue auf deine Instinkte. Insgesamt sollte das Profil einfach einen positiven Eindruck auf dich machen. Hast du jemanden gefunden, der dir sympathisch ist und bei dem du dich „sicher“ fühlst, schreibe ihn / sie an, stelle dich kurz vor, erkläre was du auf deiner Reise vor hast und warum du ihn / sie als Gastgeber ausgewählt hast. Bestenfalls kannst du hierzu die Angaben aus euren Profilen nutzen, um gemeinsame Interessen und Gesprächsthemen zu finden.Solltest du eine Zusage von einem Gastgeber erhalten, ist der erste Schritt schonmal geschafft. Nun solltest du die Möglichkeit nutzen, mit deinem Gastgeber ins Gespräch zu kommen. Frag ihn am Besten auch nach anderen Kommunikationsmitteln, wie der Handy-Nummer oder der e-Mail-Adresse.

Viele Couchsurfer bieten dir im Übrigen an, bereist im Vorfeld erste Fragen zur Anreise, zur Stadt oder zur Gegend etc. zu beantworten. Diese Gelegenheit solltest du nutzen, um deine Reise zu planen und vor allem auch, um miteinander im Gespräch zu bleiben. Teile deinem Gastgeber deine genaue Ankunftszeit mit und frage bestenfalls nach seiner / ihrer Adresse oder einem Treffpunkt. Auch wenn sich alles gut anhört, solltest du immer mit weiteren Couchsurfern in Kontakt stehen. Es kann schon einmal vorkommen, dass ein Gastgeber dir kurzfristig abspringt. In diesen Fällen ist es sehr hilfreich, wenn man bereits im Vorfeld ein paar gute Kontakt geknüpft hat. Hierbei musst du niemandem etwas vorflunkern. Du kannst ruhig erzählen, dass du bereits eine Unterkunft gefunden hast. Aber du sagst auch, dass du dich freuen würdest, wenn du dich im Notfall wieder melden könntest, sollte der andere Gastgeber abspringen. Zudem gibt es noch sogenannte „emergency request groups“ in denen du ebenfalls noch kurzfristig nach einer Unterkunft fragen kannst, sollte etwas schiefgehen.Als guter Gast solltest bestenfalls immer gut gelaunt und aufgeschlossen sein und dich flexibel an die Lebensumstände deiner Gastgeber anpassen. Wenn du Glück hast, hat dein Gastgeber frei und ihr könnt den ganzen Tag gemeinsam verbringen. Anderenfalls könnte dein Gastgeber aber auch ein echter Workaholic sein und ihr seht euch nur kurz am Abend. Manchmal bekommst du einen Wohnungsschlüssel, wenn dein Gastgeber arbeiten ist und manchmal musst du mit ihm zusammen um 7 Uhr das Haus verlassen. Jeder Gastgeber ist anders und das solltest du stets berücksichtigen. Auch solltest du deine Sachen nicht überall in der Wohnung rumliegen lassen und die Wohnung nicht dreckiger verlassen, als du sie vorgefunden hast. Da man für die Übernachtung bei einem Couchsurfer kein Geld bezahlt, kommt es immer ganz gut an, ein kleines Gastgeschenk mitzubringen. Das muss wirklich nichts Großes sein, wie zum Beispiel Souvenirs oder regionale Spezialitäten aus deiner Heimat, Kühlschrankmagneten, Postkarten oder andere kleine Aufmerksamkeiten.

Ob man nun für immer befreundet bleibt, liegt an dir und deinem Gastgeber. Allerdings muss man sagen, dass du häufig viele Gleichgesinnte auf seinen Reisen triffst. Menschen, die sich für fremde Kulturen und andere Sprachen begeistern und meistens selbst gerne reisen. Das ist eine gute Basis für eine langfristige Freundschaft.

von Patrica Zernik

2 thoughts on “Werde selbst zum Couchsurfer

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