Steinzeit - Paleo

PALEO – Unser Körper lebt in der Steinzeit

PALEO, auch „Steinzeit-Diät“ genannt, orientiert sich an der ursprünglichen Ernährung der Jäger und Sammler. Hierdurch soll eine ideale Versorgung mit Nährstoffen für unseren Organismus gewährleistet werden. Die Grundlage dieser Ernährung bilden Lebensmittel, die bereits während der Steinzeit verfügbar waren. Dementsprechend gehören dazu alle unverarbeiteten Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Nüsse, Samen, Fleisch, Fisch und Eier. Ein verstärkter Fokus wird zudem auf Nachhaltigkeit und eine hohe Lebensmittelqualität gelegt. Damit der Mensch auf dieser Grundlage einen Zustand dauerhafter Glückseligkeit erreichen kann, müssen drei Faktoren beachtet werden.

1. Die Ernährung sollte größtenteils aus pflanzlichen und nicht erhitzten Lebensmitteln (Rohkost) bestehen. Die Begeisterung für Rohkost hält sich heutzutage allgemein allerdings in Grenzen. Häufig wer- den industriell verarbeitete, vitalstoffarme und weich gekochte Mahlzeiten verzehrt, deren Bereitstellung nur wenig Zeit und Arbeit beansprucht.

2. Die Nahrungsaufnahme sollte möglichst in vielen kleinen Portionen über den Tag verteilt erfolgen. Ebenso sollte jeder Bissen ausgiebig zerkaut werden. Unser Alltag lässt dies jedoch kaum zu. Mahlzeiten werden hastig und fast unzerkaut hinunter- geschluckt. Die Zeit für ein ausgiebiges Kauen kann sich heutzutage kaum jemand leisten.

3. Im Anschluss an die leichten Mahlzeiten sollte man sich bewegen. Eine ausreichende Bewegung, welche zur Bildung von Serotonin notwendig wäre, wird jedoch nur von wenigen Menschen praktiziert. Heutzutage führen viele Menschen ein eher unbewegtes Leben auf der Couch oder auf dem Bürostuhl.

Die moderne Lebensweise verhindert die Bildung von Glück. Sie führt zu einem chronischen Serotoninmangel, sodass viele Menschen unter regelmäßigen Stimmungstiefs, chronischer Unzufriedenheit oder Depressionen leiden.

Die moderne Lebensweise verhindert die Bildung von Glück.

Nun heißt das aber nicht, dass man absolut keine Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Milchprodukte und Zucker mehr essen darf, um glücklich zu sein. Neben den vielen Vorteilen, die eine Ernährung nach den Grundsätzen von PALEO mit sich bringt, werden die Verbote bestimmter Nahrungsmittel nicht ausreichend durch wissenschaftliche Erkenntnisse gestützt. Diese Lebensmittel machen also nicht zwangsweise jeden Menschen krank, dick oder unglücklich.

von Patrica Zernik

 

Bodybildung

Bodybildung – Iss‘ dich glücklich!

Glück ist eine Sache der Definition. Doch trotz jedweder Auslegungen entsteht Glück weder im Bauch noch im Herzen, sondern in unserem Kopf. In Wirklichkeit haben Glücksgefühle und positives Empfinden ihren Ursprung im Gehirn. Damit der Mensch so etwas wie Glück empfindet, werden Glückshormone im Gehirn freigesetzt. Die Produktion dieser Glückshormone wird dabei nicht nur von psychologischen Prozessen oder Umwelteinflüssen beeinflusst, sondern maßgeblich durch Ernährung, Bewegung und Licht.

Einige Lebensmittel sind besonders dazu geeignet, unsere Laune zu verbessern, da sie die Ausschüttung von Glückshormonen fördern. Diese Lebensmittel werden treffend als Mood Food bezeichnet, was übersetzt so viel bedeutet wie „Stimmungs-Essen“. Um den Hormonspiegel und somit das Glücksgefühl zu erhöhen, empfiehlt sich daher eine stimmungsaufhellende Ernährung in Kombination mit ausreichender Bewegung im Freien.

Der Mensch und sein Hormoncocktail

Endorphine lindern Schmerzen und können echte Hochgefühle bis hin zur Euphorie hervorrufen. Sie werden bei UV-Licht, Gewürzkonsum oder beim Sport freigesetzt und können zu rauschähnlichen Zuständen führen. Auch das Schmerzgefühl, welches uns beim Verzehr von Chilis Tränen in die Augen schießen lässt, führt zur Ausschüttung von Endorphinen. Sie versetzen uns in eine positive Stimmung und führen zu einem sogenannten „Pepper-High“.

Dopamin wirkt wie eine natürliche Droge und setzt ebenfalls Endorphine frei. Es sorgt für Wohlbefinden, Motivation, Interesse und Begeisterung. Es lenkt unsere Aufmerksamkeit auf alles, was angenehm ist und Vergnügen bereitet. Dopamin treibt uns voran, damit wir unsere Ziele erreichen. Beim Beobachten eines Sonnenuntergangs, beim Streicheln eines Tieres oder wann immer wir etwas Schönes erfahren, setzen wir Dopamin frei.

Damit Dopamin im Körper produziert werden kann, benötigen wir den Eiweißbaustein Tyrosin. Dieser ist vermehrt in Parmesan, Hähnchenfleisch, Rindfleisch, Makrelen, Cashewkernen und Linsen zu finden.

Serotonin trägt dazu bei, dass wir uns allgemein wohlfühlen und optimistisch sind. Es ist zuständig für eine emotionale Ausgeglichenheit, Gelassenheit und Zufriedenheit. Serotonin kontrolliert zudem den Appetit, das Essverhalten sowie das Gefühl der Sättigung. Weiterhin wirkt es Gefühlszuständen wie Aggressivität, Hunger, Angst, Kummer und Depressionen entgegen. Die Produktion von Serotonin hängt stark mit der UV-Lichtintensität zusammen. Somit ist man entsprechend an kalten und regnerischen Tagen anfälliger für ein Stimmungstief.Durch eine gezielte Ernährung mit tryptophanhaltigen Lebensmitteln kann man die körpereigene Produktion von Serotonin jedoch ankurbeln.

Tryptophan ist in vielen alltäglichen Lebensmitteln wie Cashewkernen, Sonnenblumenkernen sowie Sojabohnen, Sesam, Amaranth, Quinoa, Hafer, Hirse, Weizenkeimen und Pilzen enthalten. Besonders gut kann unser Körper das enthaltene Tryptophan zur Bildung von Serotonin nutzen, wenn man diese Lebensmittel mit geeigneten Kohlenhydraten kombiniert. Hierzu empfehlen sich besonders Vollkorngetreideprodukte und Naturreis. Weiterhin sollte man darauf achten, auf Lebensmittel zu verzichten, die den Aufbau von Serotonin nachhaltig hemmen. Zu den stärksten Serotonin-Blockern gehören vor allem koffeinhaltige Getränke wie Kaffee.

Vitamin B regelt zentrale Abläufe im Stoffwechsel und stärkt unsere Abwehrkräfte. Es wird in unserem Körper gespeichert, um Nervosität und Depressionen zu vermeiden. Um glücklich zu sein, sollten wir also zu Lebensmitteln mit einem hohen Vitamin B-Gehalt greifen wie z.B. Eigelb, Spinat, Brokkoli, rote Bete, Rinderleber, Bierhefe und sämtliche Vollkorngetreideprodukte.

Omega-3-Fettsäuren spielen insbesondere beim Gehirnstoffwechsel eine wichtige Rolle. Ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren geht häufig einher mit einem niedrigen Serotonin-Spiegel. Um Glückshormone zu produzieren ist daher auch der Verzehr von Lachs, Makrele, Leinsamen, Rapsöl und Walnüssen empfehlenswert.

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10 Lebensmittel, die glücklich machen …

  1. Käse

  2. Sojabohnen

  3. Fleisch

  4. Fisch

  5. Nüsse

  6. Leinsamen, Sesam

  7. Vollkorngetreide

  8. Pilze

  9. Obst und Gemüse

  10. Linsen

 

von Patrica Zernik

 


 

 


 

Couchsurfing

Werde selbst zum Couchsurfer

Den typischen Couchsurfer gibt es nicht. Es kann jeder zum Couchsurfer werden, auch du. Hierzu musst du dich zunächst in einem Online-Portal wie „Couchsurfing“, „BeWelcome“ oder „Hospitality Club“ registrieren und dein eigenes Profil erstellen. Diese Portale bilden die Basis zur Verknüpfung ihrer Mitglieder zu einen globalen Gemeinschaft von Reisenden.

Damit du in einer solchen Gemeinschaft viele Leute und neue Freunde kennenlernst, sollest du dein Profil vollständig ausfüllen und aussagekräftige Fotos von dir, deinen Freunden und gegebenenfalls auch deiner Wohnung oder deinem Haus hochladen. Ein vollständiges Profil ist der beste Weg, um mit anderen in Kontakt zu treten, egal ob du verreisen, Couchsurfing-Treffen besuchen oder Gäste beherbergen möchtest.In deinem Profil kannst du allgemeine Angaben machen, wie z.B. zu deinem Wohnort, Alter, Geschlecht, Beruf, deiner Ausbildung, deinen Sprachkenntnissen und auch den Ländern, die du bisher bereist hast. Du kannst Erfahrungsberichte von deinen bisherigen Reisen preisgeben oder von besonderen Erlebnisse aus deinem Leben erzählen. Ebenfalls kannst du etwas über deine Interessen und Charaktereigenschaften, deinen Musik- und Filmgeschmack oder auch deine Lieblingsbücher in dein Profil schreiben. Sei dabei immer ehrlich. Viele Couchsurfer sind kommunikativ und aufgeschlossen, sie genießen die Gesellschaft anderer und möchten die Menschen kennenlernen, mit denen sie zutun haben.

In den Profilen sucht man daher häufig nach möglichem Gesprächsstoff und Gemeinsamkeiten. Spätestens wenn ihr zusammensitzt und euch nichts zu erzählen habt, fällt der Schwindel auf. Es macht sich weiterhin sehr gut in deinem Profil, wenn du anderen Mitgliedern erklärst, weshalb du Couchsurfing nutzt. Möchtest du bloß das Geld für ein Hotel oder Hostel sparen, bist du damit zwar nicht alleine, allerdings ist es unter vielen Nutzern nicht gern gesehen. Erzähle in deinem Profil, was du von anderen Couchsurfern erfahren oder lernen möchtest beziehungsweise erzähle auch, was du mit ihnen teilen oder ihnen beibringen kannst.Möchtest du auch Couchsurfer bei dir Zuhause aufnehmen, solltest du zusätzlich auch Angaben zu deiner Wohnsituation machen. Wenn du kleine Kinder hast, macht es Sinn, das in dein Profil zu schreiben, damit sich deine Gäste frühe Bettzeiten einstellen können. Auch deine Tiere solltest du im Profil erwähnen, damit deine Gäste keine unerwarteten allergischen Reaktionen bekommen. Weiterhin sind Informationen zu dem Stadtteil, in dem du wohnst, und den Verkehrsanbindungen von Vorteil. Ebenfalls kannst du auch die Schlafsituation für deine zukünftigen Gäste beschreiben. Gibt es ein separates Zimmer mit Gästebett, ein gemütliches Wohnzimmer mit Couch oder müssen deine Gäste eventuell sogar bei dir mit im Bett schlafen? Natürlich musst du niemanden bei dir aufnehmen, den du nicht auch bei dir aufnehmen möchtest. Es ist dein Heim und daher bestimmst du hier die Regeln. Hierzu kannst du auch festlegen, wie viele Gäste du maximal bei dir aufnehmen möchtest, ob du vorzugsweise nur Frauen oder nur Männer bei dir aufnehmen möchtest, ob dein Zuhause geeignet für Kinder oder Tiere ist und unter anderem auch, ob man bei dir Zuhause rauchen darf.Ist dein Profil vollständig, kannst du loslegen. Du kannst eine öffentliche Suchanfrage an alle Mitglieder der Community stellen oder gezielt nach Gastgebern suchen. Deine Suchergebnisse kannst du dabei nach Sprachkenntnissen, Altersgruppen, Geschlecht und anderen Parametern filtern. Lies dir zu allererst das Profil deines potentiellen Gastgebers genau durch. Ist es umfangreich, „mit viel Liebe“ erstellt und sind die Informationen schlüssig, ist das schon ein erstes positives Zeichen. Die meistens Nutzer haben Fotos hochgeladen, um anderen ein Bild von sich zu geben. Die Person sollte dir auf Anhieb sympathisch sein. Sind auch Bilder von der Wohnung vorhanden, dürfen sie dich natürlich nicht abschrecken, doch du darfst auch nicht immer ein Luxus-Appartment erwarten. Weiterhin werden die meisten Mitglieder von früheren Gästen, Gastgebern, Freunden und Bekannten beschrieben und bewertet. Lies dir diese Bewertungen genau durch, um einen objektiven Eindruck von der Person zu bekommen, bei der du unter Umständen übernachten wirst. Vertraue auf deine Instinkte. Insgesamt sollte das Profil einfach einen positiven Eindruck auf dich machen. Hast du jemanden gefunden, der dir sympathisch ist und bei dem du dich „sicher“ fühlst, schreibe ihn / sie an, stelle dich kurz vor, erkläre was du auf deiner Reise vor hast und warum du ihn / sie als Gastgeber ausgewählt hast. Bestenfalls kannst du hierzu die Angaben aus euren Profilen nutzen, um gemeinsame Interessen und Gesprächsthemen zu finden.Solltest du eine Zusage von einem Gastgeber erhalten, ist der erste Schritt schonmal geschafft. Nun solltest du die Möglichkeit nutzen, mit deinem Gastgeber ins Gespräch zu kommen. Frag ihn am Besten auch nach anderen Kommunikationsmitteln, wie der Handy-Nummer oder der e-Mail-Adresse.

Viele Couchsurfer bieten dir im Übrigen an, bereist im Vorfeld erste Fragen zur Anreise, zur Stadt oder zur Gegend etc. zu beantworten. Diese Gelegenheit solltest du nutzen, um deine Reise zu planen und vor allem auch, um miteinander im Gespräch zu bleiben. Teile deinem Gastgeber deine genaue Ankunftszeit mit und frage bestenfalls nach seiner / ihrer Adresse oder einem Treffpunkt. Auch wenn sich alles gut anhört, solltest du immer mit weiteren Couchsurfern in Kontakt stehen. Es kann schon einmal vorkommen, dass ein Gastgeber dir kurzfristig abspringt. In diesen Fällen ist es sehr hilfreich, wenn man bereits im Vorfeld ein paar gute Kontakt geknüpft hat. Hierbei musst du niemandem etwas vorflunkern. Du kannst ruhig erzählen, dass du bereits eine Unterkunft gefunden hast. Aber du sagst auch, dass du dich freuen würdest, wenn du dich im Notfall wieder melden könntest, sollte der andere Gastgeber abspringen. Zudem gibt es noch sogenannte „emergency request groups“ in denen du ebenfalls noch kurzfristig nach einer Unterkunft fragen kannst, sollte etwas schiefgehen.Als guter Gast solltest bestenfalls immer gut gelaunt und aufgeschlossen sein und dich flexibel an die Lebensumstände deiner Gastgeber anpassen. Wenn du Glück hast, hat dein Gastgeber frei und ihr könnt den ganzen Tag gemeinsam verbringen. Anderenfalls könnte dein Gastgeber aber auch ein echter Workaholic sein und ihr seht euch nur kurz am Abend. Manchmal bekommst du einen Wohnungsschlüssel, wenn dein Gastgeber arbeiten ist und manchmal musst du mit ihm zusammen um 7 Uhr das Haus verlassen. Jeder Gastgeber ist anders und das solltest du stets berücksichtigen. Auch solltest du deine Sachen nicht überall in der Wohnung rumliegen lassen und die Wohnung nicht dreckiger verlassen, als du sie vorgefunden hast. Da man für die Übernachtung bei einem Couchsurfer kein Geld bezahlt, kommt es immer ganz gut an, ein kleines Gastgeschenk mitzubringen. Das muss wirklich nichts Großes sein, wie zum Beispiel Souvenirs oder regionale Spezialitäten aus deiner Heimat, Kühlschrankmagneten, Postkarten oder andere kleine Aufmerksamkeiten.

Ob man nun für immer befreundet bleibt, liegt an dir und deinem Gastgeber. Allerdings muss man sagen, dass du häufig viele Gleichgesinnte auf seinen Reisen triffst. Menschen, die sich für fremde Kulturen und andere Sprachen begeistern und meistens selbst gerne reisen. Das ist eine gute Basis für eine langfristige Freundschaft.

von Patrica Zernik

Couchsurfing

Couchsurfing

Beim Couchsurfing wird, entgegen dem Namen, nicht auf der Couch gesurft. Es geht darum, kostenlos bei gastfreundlichen Leuten zu Hause zu übernachten. Durch Online-Portale wie „Couchsurfing“, „BeWelcome“ oder „Hospitality Club“ können die Nutzer miteinander in Kontakt treten. Hier kann man einfach nur Erfahrungen mit anderen Reiselustigen austauschen, um eine Übernachtung bitten, anderen eine Übernachtung anbieten, sich auf ein Glas Bier verabreden oder auch nur in Community-Gruppen Fragen zu lokalen Gegebenheiten stellen.

Den typischen Couchsurfer gibt es nicht

Unter einem typischen Couchsurfer stellt man sich wahrscheinlich einen langhaarigen, ungewaschenen Weltenbummler mit abgenutztem Trekking-Rucksack auf dem Rücken vor. Einen Trekking-Rucksack hat der ein oder andere von ihnen schon, allerdings nur, weil es sich damit bequem reisen lässt. Ansonsten kann nämlich jeder zum Couchsurfer werden.

Die moderne Gastfreundschaft

Wagt man den wilden Ritt auf der Sofawelle, lernt man unglaublich viele unterschiedliche Menschen in ihrem ganz persönlichen Lebensumfeld kennen. Hierzu zählen Familien mit Kindern, Studenten, Punker, aber auch Professoren, Banker, hochrangige Manager mit eigenem Pool, Landwirte und ganz normale Leute in einfachen Verhältnissen. Einige stellen dir lediglich ihre Couch zum Schlafen zur Verfügung, andere nehmen sich wiederum viel Zeit für dich, zeigen dir ihre Stadt und nehmen dich mit zu ihren Freunden. Du fühlst dich nicht wie ein Tourist, sondern lebst vor Ort wie ein Einheimischer.

Die Angst vor dem Unbekannten

Es gab in der Vergangenheit immer wieder Gerüchte über Vorfälle wie Diebstahl und Vergewaltigung beim Couchsurfen. Diese haben sich in den häufigsten Fällen jedoch als unwahr herausgestellt. Die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat beim Couchsurfen zu werden, ist nicht größer als woanders. Damit man möglichen Gefahrenquellen bereits im Vorfeld aus dem Weg geht, empfehlt es sich, ein paar wichtige Hinweise zu beachten.

Werde selbst zum Couchsurfer - hier entlang!

von Patrica Zernik

 

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Backpacker

Backpacker – Die Wahrheit

Es war wahnsinnig spannend und aufregend, einfach eine perfekte Reise, auf der man unglaubliche Erlebnisse gesammelt und viele tolle Fotos geschossen hat ... Wirklich? Nein!!! Backpacking durch ein fremdes Land ist ganz klar ein großes Highlight für viele Reisende und man erfährt einzigartige Erlebnisse. Was du allerdings wissen solltest ist, dass eine solche Reise nicht nur großartig und wunderbar, sondern vor allem auch sehr nervenaufreibend sein kann. Was du über das Reisen als Backpacker wissen musst!

1. Du verbringst viel Zeit im Auto, im Bus, in der Bahn oder im Flugzeug.

Mit dem Auto bist du zwar sehr flexibel und unabhängig, jedoch wird es mit der Zeit ziemlich unbequem. Es bietet sich daher eher bei Roadtrips in Mittel- und Südeuropa an, da man hier eine kürzere Anreise hat und viele schöne Zwischenstopps machen kann. Etwas komfortabler ist es stattdessen mit dem Bus. Jedoch nur, wenn du auch Glück hast und der Bus nicht voll besetzt ist. In Südostasien und Lateinamerika ist es nämlich üblich, dass auch der Mittelgang mit Menschen und ihrem Gepäck vollgestopft ist. Für Kurz- und Mittelstrecken kannst du also auch einfach in einen Zug steigen. Es gibt verschiedene Nachtzüge in Osteuropa, die das Reisen durch ihre sehr preisgünstigen Angebote für Backpacker attraktiv machen. Weiterhin kann man auch in Ländern wie Portugal kostengünstig mit dem Zug das Land erkunden. Das Flugzeug bietet sich vor allem für Reiseziele an, die weit entfernt liegen. Aufgrund von Billigflug-Anbietern werden inzwischen allerdings auch immer häufiger Kurzstrecken mit dem Flugzeug angeflogen.

2. Müdigkeit ist ein permanenter Begleiter auf deinen Reisen.

Du ziehst von einem Ort zum anderen, verbringst viel Zeit in jeglichen Verkehrsmitteln, schläfst ständig in einem anderen Bett und hast eventuell sogar mit einem Jetlag zu kämpfen. Es gibt viele verschiedene Gründe, weshalb du zu wenig Schlaf bekommst. Ohrstöpsel, Schlafmaske, ein heimisches Kissen oder auch die richtige Musik können dir zumindest dabei helfen, in den unregelmäßigen Schlafphasen entspannt zur Ruhe zu kommen.

3. Die meiste Zeit deiner Reise wirst du mit Warten verbringen.

Abgesehen von der reinen Fahrt- und Flugzeit, stehen dir vor allem am Flughafen, am Bahn- und Busbahnhof und beim Check-in im Hotel lange Wartezeiten bevor. In Deutschland ist man es zwar gewohnt, dass der Fernbus oder die Züge der Deutschen Bahn mit einer leichten Verspätung eintrudeln. So etwas wird in Ländern wie Südostasien allerdings zur Nebensache. Hier wirst du dich damit begnügen müssen, dass überhaupt etwas kommt und du deine Reise fortsetzen kannst. In anderen Ländern nimmt man es nicht immer so genau mit der Pünktlichkeit. Es kann ebenfalls vorkommen, dass dein Zug mehrere Stunden ohne ersichtlichen Grund im Nirgendwo hält. Du wirst also häufiger in eine Wartesituation kommen. Aus diesem Grund solltest Du immer ein Buch oder dein Tablet dabei haben, damit du die Zeit sinnvoll nutzen kannst.

4. Als Backpacker buchst du kein Luxushotel.

Möchtest du als Backpacker nicht viel Geld ausgeben, musst du manchmal Abstriche bei der Sauberkeit deiner Hostels und Gästehäuser machen. Feuchte Wände und bröckelnder Putz sind hierbei die kleinsten Probleme. Es gibt Unterkünfte, die vollkommen verkeimt sind und Betten, die voller Ungeziefer sind. Auch die Lautstärke in manchen Hostels kann bei den eh schon unzureichenden Schlafphasen richtig nerven. Auch wenn es schon spät ist und du schnellstmöglich ins Bett möchtest, ist es sinnvoll, sich noch kurzfristig Bewertungen im Internet durchzulesen, damit du nicht aus Versehen mit Bettwanzen schläfst oder in ein Partyhotel eincheckst. Anderenfalls kannst du aber auch als Couchsurfer auf die Gastfreundlichkeit eines Gleichgesinnten hoffen.

5. Lass' dich nicht abschrecken.

Deine besten Reiseerlebnisse liegen noch vor dir.

 

von Patrica Zernik

LCC Abenteuer Lounge

LCC Abenteuer Lounge – Erkunden Sie mit uns die Welt!

In der multivisuellen Erlebnisreihe der LCC Abenteuer Lounge holen die Ruhr Nachrichten in Kooperation mit dem HCC Dortmund regelmäßig die Welt nach Dortmund und das Abenteuer auf die Leinwand. Hier erzählen Extremsportler, Journalisten und Abenteurer wie Thomas Großerichter, Dirk Rohrbach und Fabian Sixtus Körner und vielen weiteren von ihren Abenteuern und Erfahrungen rund um den Globus. Das Publikum erwartet immer wieder spannende Geschichten von faszinierenden Menschen mit ihren eindrucksvollen Erlebnissen. Auf einer großen Leinwand werden diese Geschichten durch beeindruckende Foto- und Videoaufnahmen untermalt.

29.019 Kilometer auf dem Fahrrad

Am 30. September 2013 startete die LCC Abenteuer Lounge mit Thomas Großerichter. Der Extremsportler erzählte seinem Publikum, wie er genau 29.019 Kilometer innerhalb von 105 Tagen mit dem Fahrrad zurückgelegt und damit den Globus einmal vollständig umrundet hatte. Dazu sei kein hochmodernes Fahrrad, sondern lediglich die richtige mentale Einstellung, ein unbändiger Wille und die passende Versorgung durch seine Freunde von Nöten gewesen.

FOTO: Thomas Großerichter

„Auf den Spuren der Sioux“

Am 25. November 2013 war der Journalist, Autor und Fotograf Dirk Rohrbach zu Gast in der LCC Abenteuer Lounge und hielt einen Vortrag über das Leben der Sioux-Indianer in den USA. Er nahm das Publikum mit auf eine Reise zu den Nachfahren der berühmten Indianer-Häuptlinge Crazy Horse und Sitting Bull – Menschen voller Tradition, Stolz und Hoffnung. Er brachte die faszinierenden Impressionen auf die Leinwand, die er auf seinen vielen Reisen durch den mittleren Westen der USA gesammelt hatte.

FOTO: Dirk Rohrbach

Ohne Geld um die Welt

Am 16. Dezember 2013 kam der Designer Fabian Sixtus Körner zu Besuch in die LCC Abenteuer Lounge. Er brach kurz nach seinem Design- und Architekturstudium mit nur 255 Euro auf dem Konto zu einer Weltreise auf, bei der er lediglich für Kost und Logis arbeitete. Sein Verlangen zu reisen war einfach größer als seine Angst, zu versagen. Erlebt hat er viel: Hahnenkämpfe in Santo Domingo, Modelwettbewerbe in Malaysia und vieles mehr. Er berichtete von den Herausforderungen und kulturellen Unterschieden, mit denen er an den verschiedensten Stationen seiner Reise konfrontiert war.

Foto: Fabian Sixtus Körner

„Unterwegs mit wilden Kerlen“

Am 20. Januar 2014 besuchte Journalistin Birgit Lutz die Reihe der LCC Abenteuer Lounge, um ihr Buch „Unterwegs mit wilden Kerlen“ vorzustellen und um von ihren Erfahrungen im Eis zu berichten. Birgit Lutz hat mittlerweile 30 Reisen in die Arktis, sechs in die Antarktis und 15 zum Nordpol unternommen. Sie ist die einzige Deutsche, die achtmal am Nordpol war. In ihrem Vortrag berichtete sie von Eis und Kälte, engen Zelten, mutigen Eis-Piloten und von der Faszination der Arktis.

FOTO: Birgit Lutz

„Am Ende der Eiszeit“

Am 24. Februar 2014 stellte Fernsehjournalist Klaus Scherer nicht nur sein Buch „Am Ende der Eiszeit“ in der LCC Abenteuer Lounge vor, sondern erzählte gleichwohl Geschichten vom Wandel der Eis-Welt und vom Leben der Menschen zwischen Tradition und Zeitenwende. Er berichtete von Erlebnissen auf seiner Reise von Grönland nach Island, Russland und Alaska. Die Landschaft der Arktis habe sich durch den Klimawandel verändert, aber auch die Menschen, wie Scherer während seiner Reise in der Arktis erfuhr. Die Menschen sind optimistisch. Sie warten nicht auf eine Lösung des Klimagipfels, sondern passen sich an und sind auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet.

FOTO: NDR

Europa auf dem Wasser

Am 05. Mai 2014 berichtete Andreas Gabriel in der LCC Abenteuer Lounge von seiner ganz eigenen Bootstour. Er hat Europa umrundet und dabei 16 Länder in drei Jahren bereist. Ohne Geld und mit einem selbstgebauten Boot hat er rund 16.000 Kilometer auf dem Wasser zurückgelegt. Grund dafür war 2006 das Versagen seines Körpers. Seinen eigenen Betrieb musste er daraufhin nach elf Jahren schließen. Die Idee für seine Reise entstand aus einer Leidenschaft und sollte dabei helfen, sich selbst neu zu finden.

Tierisches Leinwanderlebnis

Am 24. November 2014 war Abenteurer und Fotojournalist Dirk Bleyer mit seinem Programm „Südafrika – von Kapstadt zum Krügerpark“ in der LCC Abenteuer Lounge zu sehen. Er war monatelang in Südafrika unterwegs und hat all seine Eindrücke in beeindruckenden Bildern und Videos festgehalten, die er mit einer eigens für den Vortrag komponierten Musik dem Publikum präsentierte. Dirk Bleyer berichtete auch von der Gastfreundlichkeit der Menschen, einzigartigen Erlebnissen mit Löwen und Elefanten und von dem Herzklopfen, das ihn so oft auf seinen Reisen begleitete.

FOTO: Dirk Bleyer

„Highway Junkie – Mitten durch Amerika“

Am 15. Januar 2015 war Dirk Rohrbach zum wiederholten Male zu Gast in der LCC Abenteuer Lounge. Er berichtete von seiner abenteuerlichen Tour mit dem Fahrrad durch die weiten Landschaften Amerikas. Immer auf der Suche nach spannenden Geschichten und außergewöhnlichen Menschen, durchquerte er den Kontinent auf seinen legendären Highways vom Atlantik bis zum Pazifik. Sein authentischer Vortrag vom „Leben unterwegs“ machte große Lust, selbst die Taschen zu packen und dem Ungewissen entgegen zu fahren.

FOTO: Dirk Rohrbach

Das goldene Land

Am 13. April 2015 war auch der Fotograf und Abenteurer Dirk Bleyer erneut zu Gast in der LCC Abenteuer Lounge. Mit eindrucksvollen Fotografien porträtierte er den wundersamen Glanz und die „einfachen“ Menschen Burmas (Myanamar). Die Aufnahmen und Eindrücke von seinen Reisen formten sich zu einem bewegenden und sinnlichen Gesamtbild. Der kleine Staat Burma leuchtet mit seinen unzähligen, goldüberzogenen Buddhastatuen, Pagoden und Tempeldächern wie ein Märchenreich. Es liegt ein geheimnisvoller Zauber über diesem Land, welcher in herausragender Qualität von Bleyer wiedergegeben wurde.

FOTO: Dirk Bleyer

„Abenteuer Floßfahrt“

Am 28. September 2015 hielt Jürgen Schütte einen spannenden Diavortrag über seine Reise auf dem Floß in der LCC Abenteuer Lounge. Gemeinsam mit Ulrich Göbel und Schäferhund Marlo legte er über 1200 km auf einem selbstgebauten Floß auf der Elbe zurück. Während dieser fast drei Monate langen Reise lebten sie in einer nur drei qm großen Kajüte. Jürgen Schütte berichtete von gemeinsamen Erlebnissen, wunderschönen Landschaften, kleinen Ortschaften, aber auch Großstädten wie Dresden und Hamburg sowie von der Begegnung mit riesigen Ozeandampfern, welche im Nord-Ostsee-Kanal nur wenigen Meter entfernt an ihrem Floß vorbeigefahren sind.

FOTO: Jürgen Schütte

von Patrica Zernik